Messewirtschaft: Die Lage ist dramatisch

Berlin, 9. Dezember 2021 | Die Messewirtschaft in Deutschland fordert von der neuen Bundesregierung klare Messe-Machbar-Regeln für den Jahresauftakt 2022. Von heute an sind bis zum Frühlingsanfang gut 130 Messen in Deutschland geplant. Der Großteil davon mit starker internationaler Ausrichtung. Mehr als ein Dutzend Messen für 2022 sind schon verschoben oder gar abgesagt. Der Grund: inkonsistente Politik. Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Messewirtschaft AUMA: „Hilfspakete in Milliarden-Höhe wären verzichtbar, wenn die Bundes- und Landesregierungen durch vorausschauende Politik für Klarheit sorgen würden – auch in dieser Pandemie. Eine Entscheidung im Winter hat Sogwirkung im Sommer. Unterlassene Entscheidungen im Sommer wirken im Pandemie-Winter doppelt nach. Die Lage ist dramatisch. Der wirtschaftliche Schaden in der Messebranche wird 2021 noch höher ausfallen als 2020.“ Stand heute sind Messen in drei Bundesländern neuerlich untersagt. Mancherorts sind Messen durch Beschränkungen aller Art kaum mehr wirtschaftlich machbar. 71 Prozent der geplanten Messen wurden 2021 abgesagt, 2020 waren es 68 Prozent. Der gesamtwirtschaftliche Verlust summiert sich mittlerweile auf 46,2 Milliarden Euro seit Beginn der Pandemie. Waren es im vergangenen Jahr allein Minus 21,8 Milliarden Euro kommen 2021 wenigstens noch einmal 24,4 Milliarden Euro Schaden hinzu. Jörn Holtmeier: „Unser Wirtschaftszweig ist die am härtesten betroffene Branche dieser Pandemie. Der Handelsplatz Messe erlebt derzeit seine größte Erschütterung. Noch nie hatten gut geplante Messeprogramme so wenig Bestand. Noch nie mussten Messen durch Absicherungsprogramme aufgefangen werden. Noch nie haben den Wirtschaftszweigen ihre Branchen- und Leitmessen derart gefehlt.“ An der Messewirtschaft hängen 230.000 Jobs in Deutschland, 165.000 Arbeitsplätze sind durch das Auf und Ab gefährdet. ... Quelle: AUMA

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